Manchmal braucht es keine lauten Worte, um von Gott zu sprechen. Ein leises Lächeln, ein stiller Satz, ein Stück Humor genügen, um die Tür zum Wesentlichen zu öffnen. So schrieb und sprach Hanns Dieter Hüsch – Kabarettist, Dichter, Menschensammler, Psalmenbetender. Seine Texte sind Gebete ohne Dogma, Predigten ohne Kanzel, Poesie mit offenem Himmel.
Dieser Abend lädt dazu ein, Hüschs spirituelle Sprachkraft neu zu entdecken. Seine Psalmen und poetischen Meditationen sprechen von Gott mitten im Alltag: vom Glauben, der zweifeln darf; vom Lachen, das heilt; vom Vertrauen, das sich manchmal nur tastend zeigt. Er suchte nicht den großen Auftritt, sondern das leise Wort, das anhält und verwandelt. Wer Hüsch hört, begegnet einem Glauben, der menschlich und humorvoll, trostvoll und fragend zugleich ist – und der trägt, weil er ehrlich bleibt.
Gestaltet wird der Abend von den beiden OKE-Leitern Frank Lorenz und Jörg Harald Werron, die eine Auswahl aus Hüschs „frommen” Texten (aber nicht nur) lesen. Matthias Wamser begleitet und kommentiert am E-Piano (wie Hüsch selbst).
Musik und Worte, die Gebete werden, Klänge, die zum Atem finden.
Die Offene Kirche Elisabethen bietet Raum, Hüschs geistvoller Sanftheit zu begegnen: mitten in der Stadt, mitten im Leben. Hier dürfen Fragen stehenbleiben, hier darf geglaubt und gestaunt, gelächelt und geseufzt werden. Denn Hüschs Botschaft bleibt aktuell – in einer Zeit, die oft laut ist und sprachlos zugleich: Gott ist da, gerade im Unscheinbaren.
Kollekte, anschliessend Apéro